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Capital online; Karriere [11.03.03, 12:16]

Neuer Trend aus Übersee: virtuelle Kreativ-Agenturen
Die Zauberformel lautet "New Agency". Das sind Firmen-
netzwerke, die ohne schicke Unternehmenszentrale,
Empfangsdame und Personalabteilung auskommen. Die
einzelnen Mitarbeiter arbeiten via Telefon und Web zusam-
men - neue Netzwerkmitglieder sind jederzeit willkommen.

Was hat Mr. Bean mit einem Dorf Namens Lindlar im
Bergischen Land zu tun? Hier lebt der Mediendesigner
Michael Schwertel. Er ist Kopf und Gründer des Firmen-
netzwerks Blurmedia. Seine Truppe macht aus den bösen
Späßen des bekannten britischen Komikers eine Zeichen-
trickfilm-DVD. Über 30 Internet Designer, Regisseure und
Programmierer haben sich zu einer virtuellen Agentur zu-
sammen geschlossen, um Videofilme zu produzieren, Web-
Designs zu entwickeln und Animationen im TV Leben einzu-
hauchen. Erhält das Netzwerk einen Auftrag, verteilt
Schwertel die Aufgaben an seine Projektmitarbeiter. "Jeder
arbeitet dort wo er Lust hat," sagt der Koordinator. "Das
kann auch am Strand von Mallorca sein."

Die Talente-Netzwerke trotzen dem Kostendruck

Das Agenturkonzept heißt "New Agency" und ist in den USA
längst bekannt. Geboren wurde die Idee der "virtuellen
Arbeitsteams" aus der Not. Unternehmen kürzen ihre Bud-
gets für Werbung, Internetauftritte oder PR-Arbeit.
Demgegenüber stehen die klassischen Agenturen oder
Produktionsgesellschaften mit ihren hohen Kosten für
Verwaltung, Büroräume und Vertriebsexperten. Das
Netzwerk der "New Agencies" kommt gänzlich ohne
schicken Firmensitz aus. Für jeden Auftrag werden neue
Teams gebildet, die je nach Projektdauer ein paar Wochen
oder Monate per E-Mail, Webcam und Telefon zusammen
arbeiten - häufig auch international.

Die Spezialisten-Netzwerke erobern mehr und mehr das
Herz etablierter Unternehmen. So konnte die Agentur
Strawberryfrog, die ihre Mitarbeiter in New York, London,
Amsterdam, Barcelona oder Berlin sitzen hat, den Top-
Werbeagenturen wichtige Budgets etwa von Microsoft, Ikea
oder Nokia abluchsen. Auch der Blurmedia-Chefkoordinator
Schwertel trotzt der Branchenkrise: "Das amerikanische
Agenturkonzept verschafft in Zeiten knapper Budgets
erhebliche Marktvorteile," sagt der Mediendesigner. "Ich
kann einen Auftrag schneller und günstiger erledigen als so
manche etablierte Konkurrenz."

Freie Mitarbeiter und Praktikanten sind gesucht

"Ein Netz ist nie zu Ende geknüpft," sagt Schwertel. Darum
suchen die virtuellen Agenturen und Designstudios auch
ständig neue Talente, die Spezialwissen, Ideen und Kunden-
kontakte mitbringen. Für Kreative lohnt sich der Blick auf
die Internetseiten von Blurmedia und Strawberryfrog.

Von Ute Göggelmann

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