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Blurmedia, Lindlar
Das Designstudio Michael Schwertel produziert Fernsehdesign,
DVD`s und Animationen für Kunden wie ZDF, VIVA, Haribo
und Universal. Schwertel, 29 Jahre alt, blickt trotz Medienkrise
auf ein, wie er sich ausdrückt, "Supergeschäftsjahr
2002" zurück.In Zeiten knapper Budgets, sagt er,
verschaffe ihm ein "amerikanisches Agentur-Konzept"
erhebliche Marktvorteile: Die Produktion für die DVD
zur Zeichentrickserie Mr.Bean ist abgeschlossen, und die beiden
Filmklassiker Momo und Die Unendliche Geschichte von Michael
Ende liegen bereits als DVD in den Verkaufsregalen.
In dem Designstudio in Lindlar bei Köln wird- neben
multimedialen Anwendungen für namhafte Sender- auch Fernsehdesign
produziert. Die ZDF-Erfolgssendung "Wetten Dass.. !!"
stattete Michael Schwertel mit animierten 3D-HARIBO-Goldbären
als Vorspann aus. Der Trailer für die ZDF-Expeditionsserie
"Goldfieber" und mehrere 3D-Senderkennung für
VIVA im vergangenen Jahr stammen sozusagen "aus seiner
Maus". Darüber hinaus bietet sein Studio Industriefilmproduktionen,
Eventgestaltung und Internet-Dienstleistungen an.
Schwertel ist Absolvent der Kölner Kunsthochschule für
Medien und hat sein Geschäft von langer Hand vorbereitet.
Schon parallel zu seinem Studium arbeitete er als Designer,
neun Jahre lang, unter anderem für den WDR, N-TV, Sat1
und RTL. Öffnet sich in seinem Studio gerade ein Fenster
in die Zukunft der Medienlandschaft? Er sieht es sehr pragmatisch:"Die
Preise von Proficomputern für Highendproduktionen sind
so stark gesunken, dass ich mein Studio mit einem leistungsstarken
Computer-Park für einen guten Preis ausrüsten konnte."
Diese Ausstattung ermöglicht ihm die Erstellung von visuellen
Effekten und 3D-Animationen für Filmtitel zu moderaten
Preisen - andere Agenturen hätten da noch teure Computerinvestitionen
abzubezahlen.
Als Einzelkämpfer wäre aber auch jemand wie Schwertel
zu sehr eingschränkt. Er habe sich in seiner TV-Arbeit
"ein Netzwerk zuverlässiger Produktionspartner"
aufgebaut, erklärt er. Im Bedarfsfall arbeitet er mit
internationalen Medienkünstlern, Programmierern und Filmproduktionsfirmen
zusammen:"Die Zeiten grosser Agenturen sind vorbei. Die
Kreativen lassen die Hemmschwelle zu Konkurrenten fallen,
produzieren gemeinsam in kleinen Projekt-Teams, was die Produktionskosten
ebenfalls senkt."
Produziert wird also im "Netzwerk" für und
mit Firmen aus ganz Deutschland. Die Koordination der PRojekte
geschieht von Lindlar aus. International ist dieser geänderte
Arbeitsstil der "New Agencies" nicht neu. Schwertel
konnte sich in den USA von entsprechenden namhaften Kleinagenturen
überzeugen, als dort ein Jahr früher als in Deutschland
der "Medien-Crash" begann. Das hat den sympathischen
Optimisten aber eher dazu motiviert, diese Idee auch in Deutschland
umzusetzen. Weil sie funktioniert:" grossen Agenturen
ist es unmöglich, diese Projekte zu effizienten PReisen
zu produzieren, und das merken die Auftraggeber."- Man
darf auf die kommenden Projekte des Studios gespannt sein.
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