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Pressespiegel



1.) Hüpfende Gummibärchen aus Lindlar

2.) Blurmedia auf Messe Frankfurt

3.) 60 qm auf der Popkomm

4.) Die Lindlarer haben einen Film verdient

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Kölnische Rundschau; Oberberg [10.03.2003]
Hüpfende Gummibärchen aus Lindlar

LINDLAR. Wenn Gummibärchen quietschvergnügt über den Bildschirm hüpfen oder Mr. Bean als Zeichentrickmännchen sein Unwesen treibt, dann hat Michael Schwertel seine Hand im Spiel. Der 29-jährige Multimedia-Designer entwirft am Computer Animationen für Fernsehen und Werbung, kreiert DVD-Menüs für Filme wie „Momo“ und „Die Unendliche Geschichte“.

Sein Büro liegt eher versteckt im Neubaugebiet Lindlar-West, die Ausrüstung - PCs, mehrere Monitore, ein Fernseher, passen locker in das Arbeitszimmer seiner Wohnung.

Statt weißem Papier und Folien benutzt der Neu-Lindlarer einen speziellen Zeichenbildschirm, mit einem Spezialstift entstehen so bunte Männchen und die Ideen für pfiffige kleine Filme. „Schon als Kind haben mich Trickfilme fasziniert“, erzählt der Jungunternehmer. Mit Playmobilfiguren stellte er kleine Filmsequenzen nach und bannte sie auf Zelluloid. Als Schüler zeichnete er Karikaturen von Lehrern, gewann einen Bundespreis. Nach dem Abitur folgte ein Praktikum beim Hessischen Rundfunk, und Schwertel lernte, dreidimensionale Wetterkarten am PC zu programmieren. Während des Studiums an der Kunsthochschule für Medien in Köln - „sehr anspruchsvoll und sehr gut“ - jobbte er unter anderm bei RTL und NTV. So entstand nach und nach ein Netzwerk von persönlichen Kontakten. Damit war „blurmedia“ geboren, Schwertels eigene Firma, ein „virtuelles Studio“. Wie das funktioniert? Der 29-jährige erzählt von seinem letzten Projekt. „Vom ZDF bekam ich den Auftrag, das Design für die Serie Goldfieber zu entwerfen.“ Schwertel zeichnete Entwürfe, konzipierte ein Storyboard, und suchte sich Spezialisten für Ton und Film zusammen. Die Mitarbeiter tauschen dann ihre Ideen und Entwürfe via Internet aus. Im Zeitalter des World Wide Web haben reale Entfernungen keine Bedeutung mehr.

Und so ist es für Schwertel auch kein Problem, „blurmedia“ vom ländlichen Lindlar aus zu betreuen. „Warum soll ich in einem hässlichen Büro in Köln sitzen, wenn ich hier das Grün vor der Haustür habe?“, so seine rhetorische Frage. Drum zog er kurzentschlossen ins Bergische.

Von der viel beschworenen Krise der Medienbranche spürt Schwertel wenig. „Die Geschäfte laufen echt gut“, meint er, was sicher auch daran liege, dass „blurmedia“ keinen großen Stamm von festen Mitarbeitern beschäftigt, sondern sich je nach Auftrag ein neues, flexibles Team zusammenfindet. So ganz nebenbei schreibt der Mediadesinger auch noch ein Fachbuch, seit neuestem ist er außerdem Mitglied im IHK-Form Oberberg.

Auch im Ausland ist man mittlerweile auf das Talent von Michael Schwertel aufmerksam geworden. Vor einigen Tagen bekam der Jungunternehmer Post von der Broadcast Directers Association (BDA). Der BDA-Award gilt als der Oscar der Fernsehdesignbranche. Wenn im April in Los Angeles die weltbesten TV-Designer gekürt werden, dann wird Michael Schwertel in der Jury sitzen. Den Trip nach L.A muss sich der Lindlarer allerdings schenken, denn in Frankfurt steht eine wichtige Messe an. „Aber das ist gar kein Problem“, meint der Mediadesigner, „die schicken mir die nominierten Beiträge ganz einfach als Datenpaket hierher.“

STEFAN CORSSEN

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